Märchenrally bei der Märchenspinnerei


Ich darf bei der großen Märchensommer Märchenrallye mitmachen! Habt ihr schon etwas davon gehört?
Ihr könnt dabei ein märchenhaftes Paket gewinnen und hoffentlich viel Spass bei der Tour haben.
Den Start der Märchenrallye findet ihr auf der Märchenspinnerei. (http://maerchenspinner.layeredmind.de/news/maerchenrallye/).

Ich bin heute eine kleine Hexe und präsentiere euch eine einzige Zutat für dieses Ereignis.

Hier findet ihr den Lösungsbuchstaben "U".

Doch ganz so einfach bleibt es nicht. Ihr müsst eine Frage richtig beantworten, um weiter und bis zum Ziel zu kommen!
Kennt ihr Hänsel und Gretel auch aus der Sicht der Hexe?

"Eines Tages stand die Hexe gerade vor ihrem Backofen und wollte einen Lebkuchen backen, weil der Wind in der Nacht einen vom Dach geweht hatte. Da war es ihr, als knuspere draussen jemand an ihrem schönen Haus und breche ganze Stücke ab. Ängstlich rief sie: 

“Knusper, knusper, kneuschen - wer knuspert an meinem Häuschen?” 
Von draussen antwortete ein dünnes Stimmchen: 
“Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!” 
“Da bin ich beruhigt”, seufzte die Hexe erleichtert. “Es ist nur der Wind, der da draussen lärmt. Und ich hatte schon Angst, jemand wolle mein Häuschen zerstören.” 
Wie sie das gerade sagte, zersprang ihre schöne Fensterscheibe, an der sie drei Wochen gearbeitet hatte, ein Mädchen griff nach den Splittern und ass sie auf! Mühsam humpelte die Hexe nach draussen, um zu sehen, wer der Störenfried sei. 
Vor dem Haus standen zwei Kinder, das Mädchen und außerdem ein Junge, rissen die Dachziegel herunter, um sie aufzuessen, zerbrachen die Wand und zersplitterten die weissen Zuckerfenster. 
Da war die Hexe traurig und wütend zugleich. 
“Wer seid ihr?” fragte sie. “Und warum zerstört ihr mein liebes Haus, an dem ich so lange gebaut habe?” 
Die Kinder antworteten, sie hiessen Hänsel und Gretel und hätten aus Hunger von dem Haus gegessen. 
“Warum habt ihr aber gelogen und gesagt, ihr wäret der Wind?” forschte die Alte weiter. “Hättet ihr an meine Tür geklopft und um Essen gebeten, so hätte ich es euch nicht verwehrt!” 
Da blickten die Kinder beschämt zu Boden. Aber weil sie der alten Hexe trotz allem leid taten, sagte sie: “Kommt nur herein und bleibt bei mir, es geschieht euch kein Leid!” Und sie fasste beide an der Hand und führte sie in ihr Häuschen. Da war gutes Essen aufgetragen, Milch und Pfannkuchen mit Zucker und Äpfel und Nüsse. Hernach 
wurden zwei schöne Bettlein weiß gedeckt, und Hänsel und Gretel legten sich hinein und meinten, sie wären im Himmel. 
Als sie so friedlich schliefen, betrachtete die Hexe sie und sagte: “Sie waren sehr böse zu mir, haben gelogen und mein schönes Häuslein zerstört. Aber vielleicht sind sie nicht ganz verderbt. Ich will sie dabehalten, ihnen zu essen geben und versuchen, sie zu bessern.” 
Am nächsten Morgen gab sie den beiden eine leichte Arbeit zu tun und rührte dann einen Teig an, denn sie wollte den Schaden an ihrem Haus wieder ausbessern. Aber Hänsel, der naschhaft war und dem die süssen Lebkuchen auf dem Dach besser erschienen als das Frühstück auf dem Tisch, 
ging hinaus und begann leise vom Haus zu essen. 
Als die Hexe das merkte, wurde sie sehr zornig. 
“Ich habe dich nicht bestraft für deine Lügen und deine bösen Taten von gestern, sondern dir und deiner Schwester sogar zu essen und sogar ein Bett zum Schlafen gegeben!” schalt sie. “Und du ungezogenes Kind lohnst es mir, indem du den Schaden an meinem Haus noch ärger machst!” 
Und damit er nicht noch mehr Unheil anrichten konnte, sperrte sie ihn in einen Stall neben dem Haus. 
Damit er es aber gut hatte in seinem Gefängnis und nicht zu hungern brauchte, fragte sie ihn oft durch das Gitter: 
“Bist du auch satt, bekommst du genügend zu essen? Streck deinen Finger heraus!” 
Hänsel hatte sehr viel zu essen bekommen, aber da er sehr gefrässig war, täuschte er die alte Frau, die schon nicht mehr richtig sehen konnte, durch eine arge List, um noch mehr zu erhalten: 
Er streckte ein abgenagtes Knöchlein durch das Gitter und sagte mit kläglicher Stimme: 
“Meine Schwester gibt mir zu wenig Mahlzeiten, ich bin schon ganz mager.” Die Alte betastete das Knöchlein und sagte: “Fürwahr, er ist ganz mager! Gretel, er muss mehr zu essen bekommen!” 
Die Gretel aber, die ein faules Mädchen war, maulte und sagte, sie könne nicht kochen. 
“Da musst du eben backen!” rief die Hexe und heizte den Backofen an, um für den Hänsel eigens ein großes Brot zu backen. Als sie aber das Feuer angeschnürt hatte und gerade nachsehen wollte, ob recht eingeheizt ist, da gab ihr die arglistige Gretel von hinten einen Stoß, dass die Hexe weit hinein fuhr, machte die eiserne Tür zu, schob den Riegel vor, und die arme Alte musste elendiglich 
verbrennen. 
Dann befreite das böse Mädchen ihren Hänsel aus dem Stall, wo er seine Strafe absitzen sollte, und sie durchwühlten gemeinsam das ganze Hexenhaus. 
In einer Ecke hatte die Hexe eine Kiste mit Perlen und Edelsteinen stehen, die ein Erbstück von ihrem Vater war, einem großen Hexenmeister. Die raubten die beiden Kinder, stopften sich die Taschen voll mit Schmuck und Geschmeide und liefen schnell aus dem Wald. 
Und wisst ihr, was sie hinterher den Leuten erzählten? 
Sie haben doch wahrhaftig behauptet, die Hexe hätte sie aufessen wollen! 
Diese bösen Kinder!"

Den Anfang der Geschichte von Paul Maar (aus: „Der tätowierte Hund“) habe ich sehr bewusst weg gelassen. Denn nun folgt eure Frage:

Was streut Hänsel auf den Weg, bevor er zu Brotkrumen greifen muss?
Kupferpfennige (Christina Diart - https://m.facebook.com/christinadiart/)
Buntes Konfetti (Trimagie - https://www.facebook.com/trimagie84/)
Weiße Kieselsteine (Susanne Eisele - https://www.facebook.com/SusanneEiseleAutorin/)

Wenn ihr die richtige Lösung gefunden habt, dann nehmt euch den Bustaben mit und geht weiter zur nächsten Seite!

Ich freue mich darauf zu sehen, wer am Ende alles gewusst hat und wünsche uns viel Spaß.
Zum Abschied ein Hexenlachen *hihihihihiii*

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