Dienstag, 1. August 2017

Eryleion von Lani Sommerfeld

Als Teil einer wundervollen Blogtour durfte ich dieses spannende Buch lesen und rezensieren.
Zu Beginn war ich etwas erschrocken, da es über 600 Seiten hat - was meiner Meinung nach doch eine Menge ist, doch als ich in die Geschichte eingetaucht bin, waren diese vielen Seiten total vergessen.


Klappentext:
"Was zunächst wie ein Traum erscheint, entpuppt sich als bittere Realität:
Die Freunde Daniel und Frank erwachen in einer fremden Welt, ohne zu wissen, warum sie hierhergelangt sind.
Obwohl sie von einem faszinierenden Reitervolk aufgenommen werden, erfahren sie auch von ihm nichts über die Umstände ihrer Anwesenheit. Schließlich brechen sie auf, um einen geheimnisvollen Weisen und somit die Antworten auf all ihre Fragen zu finden.
Doch die lange Reise trennt die beiden Freunde und bringt sie in große Gefahr. Ein Schatten hat sich in dieser Welt festgesetzt, der die Existenz der beiden Fremden fürchtet.
Das Dunkel ist aber nicht die einzige Macht, die Daniel und Frank beobachten lässt …"

Erster Satz des ersten Kapitels: 'Syrene, das weiße Pferd hob erschrocken seinen Kopf.'

"Lani Sommerfeld", also Andreas Plätzold/ Otter, hat einen wundervollen Einstieg in das Buch, eine neue Geschichte, mit viel Fantasy und auch etwas Liebe und Romantik, gestaltet. Es fiel mir wirklich leicht reinzukommen und mir die Gegend und die ganzen Eindrücke bildlich vorzustellen.
Leider muss ich sagen, dass ich an gewissen Stellen etwas Mühe mit dem Schreibstil hatte, oder vielmehr mit der Wortwahl als beschreibendes Mittel von Gegebenheiten, als ich mich aber daran gewöhnt habe, ging es dann mit dem Lesen gut voran.
Ab zirka der Hälfte fand ich den Stil und die Schreibweise, die Stilmittel, flüssig und gut eingebaut.
Die Charaktere fand ich schön beschrieben und gut gestaltet, sie geben sich auch mal lustigen Momenten hin und sind trotzdem ernstzunehmende Personen mit Tiefgang.
Ab den ersten (ca) 100 Seiten fand ich die Geschichte spannend und das Buch geht mehr und mehr seinen Weg, nimmt neue und auch vergangene Wege ernst und baut Spannung auf, die bis zum Schluss stetig angehalten; sogar erhöht wird.
"Lani Sommerfeld" hat wundervolle Ideen und sehr schöne Ansätze! Bei der Ausarbeitung hätte ich mir teilweise ein bisschen mehr gewünscht, bei mir kam manchmal der Funke einfach nicht ganz an. Zum Glück ist dies ja bekanntlich subjektiv. Ansonsten eine sehr tolle Stimmung im Buch, eine interessante Geschichte mit vielen Dingen, die ich in unserer, realen Welt nur allzu gern auch mal hätte..

Für mich ein Buch mit vielen spannenden und fantastischen Einflüssen, schönen Charakteren und 'Eintauchfeeling'.
Leider gab es doch einige Punkte, die mir nicht soo gut gefallen haben, daher für mich ein Buch, das ich zwar sehr gerne empfehlen möchte, aber trotzdem 'nur' 4 Sterne gebe.

Coveranalyse Eryleion

Ich möchte gerne mit euch das Cover von Eryleion genauer anschauen :)
Was fällt euch als erstes auf?


Mir fällt als allererstes der Rock und der Kopf der Frau, sowie der Titel auf.
Daher komme ich kurz zum Titel: Ich habe mit Andreas Otter geschrieben und ihn nach dem Titel gefragt. Das fand ich recht spannend; Eryleion ist der Name der  fremden Welt, den die Bewohner ihr gegeben haben, das Interessante dabei ist, dass der Name "Eryleion" tatsächlich erst nach Beendigung des Buches entstanden ist. Vorher hatte Andreas Otter/ Lani Sommerfeld einen anderen Namen, welcher jedoch nicht so gut gepasst hat. Ich finde der Titel fügt sich sehr schön in das Cover ein. Auch farblich und von der Schriftart her sehe ich ein Zusammenspiel mit dem Hintergrund und den Verzierungen.
Nun komme ich zur Frau. Sie sieht vom Leser weg und zieht einen Pfeil aus ihrem Köcher. Den Bogen in der rechten Hand bereit. Für mich sieht es aus, als ob eine Frau, mit spitzen Ohren, sich für eine Schlacht/ einen Kampf vorbereitet. Sie steigt aus dem Nebel in den Wald, welcher von einem Mond erhellt wird, in dem wohl viele Gefahren lauern.
Am Rand des Covers hat es diese schönen schnörkeligen Verzierungen, welche dem Bild etwas die Härte nehmen und eine weichere, verspielte Note reinbringen. Farblich liegt das Cover Ton in Ton - Grün, Orange und Weiss, vorallem aber Grün, weshalb ich gleich eine Verbundenheit mit der Natur im Kopf habe, natürlich auch durch die Bäume im Hintergrund.
Wie seht ihr das Cover? Ähnlich wie ich? Oder habt ihr ganz andere Interpretationen? Ich bin sehr gespannt :)

Eryleion Gewinnspiel

Es gibt natürlich auch etwas zu Gewinnen <3

Was gibt es zu gewinnen?
🎉Ein T-Shirt in der passenden Grösse zu Eryleion <3
🎉Eryleion Lesezeichen

Was müsst ihr dafür machen?
❤Es können zwei Lose gesammelt werden: Für Facebook: Liked diesen originalen Beitrag und
❤ Beantwortet mir eine Frage
❤Das zweite Los gibt es auf meinem Blog. Schreibt da bitte einfach einen lieben Kommentar :)
❤Über ein Like würden sich Anreas Otter (Autor) und ich (Weltbuntmalende Bücher) bestimmt auch sehr freuen :)
❤Teilen und Freunde markieren ist gerne gesehen, aber kein muss :)

Die Frage:
"..Wenn sich der helle Mond in den vielen tausend Blättern der Bäume oder im plätschernden Wasser der Bäche widerspiegelte, hoffte Daniel inständig, noch lange Zeit in dieser Gemeinschaft bleiben zu können.."
🎉In welcher Gemeinschaft möchte Daniel gerne bleiben? Wie heisst sie?
(Die Antwort könnt ihr ein einem meiner Beiträge finden)

Das Kleingedruckte:
👍Du bist über 18
👍Versand direkt von Andreas Otter
👍Du erklärt dich bereit, dass deine Adressaten an den Autor weitergeleitet werden und dein Name bei einem Gewinn öffentlich genannt wird
👍Für den Versand wird keine Verantwortung genommen
👍 Facebook kann nicht mitspielen
👍Das Gewinnspiel wird am 6.8. um 24 Uhr beendet, die Auslosung findet am 7.8. statt

Eryleion Buchvorstellung

Herzlich Willkommen zu meiner Buchvorstellung! Heute kommen einige Beiträge zu dem Fantasyroman "Eryleion".

Buchbeschreibung:
"Was zunächst wie ein Traum erscheint, entpuppt sich als bittere Realität:
Die Freunde Daniel und Frank erwachen in einer fremden Welt, ohne zu wissen, warum sie hierhergelangt sind.
Obwohl sie von einem faszinierenden Reitervolk aufgenommen werden, erfahren sie auch von ihm nichts über die Umstände ihrer Anwesenheit. Schließlich brechen sie auf, um einen geheimnisvollen Weisen und somit die Antworten auf all ihre Fragen zu finden.
Doch die lange Reise trennt die beiden Freunde und bringt sie in große Gefahr. Ein Schatten hat sich in dieser Welt festgesetzt, der die Existenz der beiden Fremden fürchtet.
Das Dunkel ist aber nicht die einzige Macht, die Daniel und Frank beobachten lässt …"


Die beiden Freunde Daniel und Frank landen auf mysteriöse Weise in einer fremden Welt, über die sich ein Schatten gelegt hat. Der Weg zurück in ihre Realität ist mit einer langen und beschwerlichen Reise quer durch Eryleion verbunden.

Hier eine kleine Leseprobe, die Andreas Otter auf Leserkanone.de zur Veröffentlichung gegeben hat:

"Wenn sich der helle Mond in den vielen tausend Blättern der Bäume oder im plätschernden Wasser der Bäche widerspiegelte, hoffte Daniel inständig, noch lange Zeit in dieser Gemeinschaft bleiben zu können. Zwar widersprach dies seinem Wunsch, nach Hause zurückzukehren, doch das aufregende Leben bei den Khelauin verdrängte die Erinnerungen und Gedanken an seine alte Welt. Er freute sich schon an den Abenden auf den nächsten Tag mit Shiria, auf die nächsten Worte in dieser so fremden Sprache und auf die freundlichen Bewohner. Wie gerne würde er sich mit ihnen unterhalten, denn nur einige Worte zu sprechen, genügte ihm nicht. Immerhin erlernte er täglich etwa vierzig Begriffe, und da seine Motivation, so schnell wie möglich die Sprache der Khelauin zu beherrschen, ungebrochen war, behielt er alle erlernten Wörter erstaunlich gut in seinem Gedächtnis.
     In einer besonders warmen Nacht konnte Daniel nicht einschlafen. Vorsichtig öffnete er die Tür und huschte leise durchs Haus. Im Freien angekommen, blähten sich seine Nasenflügel und sogen die kühle Nachtluft ein. Schwer atmend hielt er plötzlich inne, weil sich etwas bewegte: Einige Häuser weiter erleichterte eine Frau ihre Blase, und direkt hinter ihm kletterte ein Eichhörnchen einen Stamm empor.
     Sein Weg führte ihn zum Dorfplatz, an dem mittlerweile an beinahe jedem Abend viele der Bewohner am großen Feuer aßen und miteinander sprachen. Für ihn bedeuteten diese Begegnungen neben seinen kräftezehrenden Ausflügen mit Shiria den Höhepunkt des Tages. Nun, in der Stille der Nacht, würde er endlich Zeit finden, sich die beiden überlebensgroßen Figuren alleine anzusehen, die unweit des Platzes aus einem riesigen Baumstamm gefertigt hoch über ihnen thronten.
     Die eine Figur stellte eine Frau ohne Gesicht, die andere einen Mann dar. Die Frau, mit bemaltem Körper, nackten Brüsten und langem Haar, hielt beide Handflächen an die Stirn, als würde sie in ungewöhnlicher Haltung beten oder jemanden segnen. An ihr hingen Blumengirlanden, es lagen bunte Steine davor, geschnitzte Tiere, Teller voller Essen, Schmuckketten sowie Federn – Opfergaben an eine Göttin wahrscheinlich, die von den Khelauin offenbar sehr verehrt wurde.
     In der männlichen Gestalt vermutete Daniel ebenfalls einen Gott. Dieser war mit einem Trinkhorn an einer Seite, einem Pfeil in der Hand und mit vier Augen dargestellt. Auch an und vor ihm lagen und hingen Opfergaben, doch nicht so viele wie bei der Frau. Zudem waren es zumeist Waffen, geschliffene Steine und das Blut geschlachteter Tiere, die dieser Gottheit geopfert wurden.
     Daniel sah sich das männliche Wesen längere Zeit an. Das fahle Mondlicht beleuchtete die Konturen dieses Kunstwerks so, als würden sich die Muskeln des Mannes bewegen – ein einzigartiges Schauspiel der Nacht.
     Bald ging Daniel jedoch wieder zu dieser Frau, denn ihre Haltung mit den erhobenen Händen faszinierte ihn zutiefst. Für ihn war diese Frau eine Art »Mutter Erde«, wie sie von Ureinwohnern seiner Welt verehrt wurde, womöglich ein Sinnbild des Lebens und des Seins. Leider war er auf Mutmaßungen angewiesen, und so freute er sich ungemein darauf, eines Tages den Hintergrund dieser Kolosse erläutert zu bekommen. Doch schon jetzt spürte er eine deutliche Anziehungskraft dieser Frau, einen tiefen Respekt vor ihr, den er schon beinahe als demütig empfand.
     Plötzlich erschrak Daniel. Jemand war hinter ihn getreten, lautlos wie ein Schatten der Nacht. Die Person hielt sich noch einige Augenblicke im Dunkeln auf, bevor sie ins Licht des Mondes trat. Zu seiner Überraschung erkannte er Shiria.
     »Kannst du nicht schlafen?«, fragte sie ihn. Fragend hob Daniel seine Schultern, also wiederholte sie ihre Frage wesentlich einfacher. »Schlafen? Nein?«
     Nun nickte er. »Und du?«
     Shiria lächelte und schüttelte den Kopf. Sie staunte: Immerhin behielt er die Worte, die sie ihn lehrte. Vorsichtig kam sie näher, weil sie nicht wusste, ob Daniel gestört werden wollte. Zwar überraschte es sie, ihn hier am heiligen Ort anzutreffen, doch es sprach für ihn, von den Göttern ebenso angezogen zu werden wie jeder andere ihres Stammes. Sie wartete noch einige Augenblicke, trat dann zur Frauenfigur und legte eine Frucht auf einen der Teller. Zärtlich strich sie über die polierten Zehen der Göttin und schloss die Augen."

Erscheinungstermin: 19. Mai 2017
Länge: 604 Seiten
Verlag: Independently Published
Sprache: Deutsch

Donnerstag, 27. Juli 2017

Räuberherz von Julianna Grohe

In erster Linie habe ich mal wieder nicht wiedersehen können und musste mir dieses wunderschöne Buch aus dem Drachenmond Verlag wegen dem tollen Cover holen. Zum Glück ist der Inhalt mindestens genauso toll wie das Cover. Ich habe mich verliebt!


Klappentext:
"Als wäre sie in eine schräge Version von "Die Schöne und das Biest" geraten, findet sich Ella in der Villa eines reichen Mannes wieder. Statt jedoch mit tollen Kleidern und Schmuck verwöhnt zu werden, soll sie putzen, während ihr Entführer eine Traumfrau nach der anderen mit nach Hause bringt. Welches Geheimnis verbirgt er? Weshalb sind manchmal Stimmen im Haus zu hören, obwohl niemand in der Nähe ist? Und warum gibt es diese seltsamen elektrischen Schläge, wenn sie aus Versehen seine Haut berührt? Ella ahnt, dass seine Hartherzigkeit nichts als Fassade ist. Doch was wird sie dahinter finden? Vielleicht etwas viel Gefährlicheres? "Verdammt! Kochen, putzen, waschen, bügeln - und das alles für diesen super-arroganten Schönling? Ein Traum. Genau so hab ich mir den Rest meines Lebens vorgestellt ..."

Was gefällt mir an dem Cover denn so gut? Als erstes die schönen Farben, aber auch, dass es abstehende Prägungen hat, welche haptisch einfach toll sind zum anfassen. Auch der Glitzer... Hach! Haptisch, sowie Optisch ein absoluter Hingucker mit einer wunderschönen Frau, die einen ansieht.


1.Satz: 'Das Mädchen, das er ausgewählt hatte, stapfte in der Dämmerung mit gesenktem Kopf die Strasse entlang, die Kapuze der schwarzen Jacke tief ins Gesicht gezogen.'

Natürlich beginnt das Buch mit einem ersten Kennenlernen der Gegebenheiten. Wer ist Ella, was macht sie und wo kommt sie her. Bezüglich dem Bösewichten lässt das Buch noch alles offen und man tappt im Dunkeln.
Das Buch zeigt eine andere Sichtweise, eine neue Idee von 'die Schöne und das Biest' auf. Es ist eine interessante Story, welche in sich schlüssig ist. Die Spannung ist ab dem ersten Satz bis zum Ende aufrecht gehalten und der Schreibstil modern, jung. Ich fand es sehr angenehm zu lesen.

Textauszug:
"Ella, warte!", rief er. "Das war ein Kompliment!"
"Ziemlich merkwürdiges Kompliment!", maulte ich pikiert und liess mich zurück auf meinen Stuhl sinken.
Er verglich mich ernsthaft mit einem Affen!'
(Seite 177)

Die Charaktere sind alle sehr gut ausgearbeitet und benehmen sich realitätsnah und logisch. Jeder einzelne Charakter bekommt einen Hintergrund und wird liebevoll und sehr gut beschrieben. Bei mir kamen sofort Sympathien und Antipathien rüber.

Ein unglaublich tolles Buch mit vielen Emotionen, welches sehr sehr schön und angenehm geschrieben wurde. Eine tolle Geschichte mit einer etwas anderen Sichtweise und einer, für mich neuen 'Krankheit'. Ich fand es super. Ich musste auch sehr oft schmunzeln und sogar richtig lachen. Denn es wird Schweizerdeutsch geredet (sehr wenig, aber ich als Schweizerin fand es echt lustig sich Schweizerdeutsch auf 'Hochdeutsch' vorzustellen).
Für mich hat dieses Buch absolute 5 Sterne verdient und ich würde es allen empfehlen, die Fantasy mit etwas Liebe mögen! Grossartig!

Montag, 24. Juli 2017

Medusas Fluch von Emily Thomsen

"Ich bin das Wasser,
Ich bin das Feuer,
Ich bin die Macht."

So steht es auf dem wundervollen Cover des Fantasy Romanes von Emily Thomsen. Das Cover zeigt einige Einblicke in die Geschichte, ohne ihren Verlauf aufzudecken oder zu viele Hinweise zu geben. Das mag ich sehr.


Hier der Klappentext:
'Medusa wird von ihrer Mutter Gaia verflucht: Jeder Mann, den sie liebt, erstarrt zu Stein. Sie muss mit ansehen, wie ihre große Liebe stirbt, und zerbricht beinahe daran. Das will die junge Gorgone nie wieder ertragen müssen. Sie entscheidet sich für ein abgeschiedenes Leben in der Menschenwelt. Nach Jahrhunderten der Einsamkeit begegnet ihr der geheimnisvolle Jendrik, dem sie sich nicht entziehen kann und Medusas Fluch erwacht von Neuem.'

Zu Beginn schwebt die Geschichte in der Vergangenheit von Medusa. Ihre Liebe wird dargestellt und der Leser bekommt einen Blick für die jetzige Situation von Medusa. Denn diese ist nicht wirklich schön.
Das Buch ist wunderbar in das Jetzt und die Vergangenheit eingeteilt, was durch verschiedene Kapitel gekennzeichnet ist.
Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr angenehm und mochte auch die Charaktere, in welche sie viel Liebe und Hintergrund gesteckt hat. Ich mag die Geschichte dieser Mythologie sowieso wahnsinnig gerne und fand es jetzt schön, dass Medusa mal nicht die böse ist. Teilweise ist mir ihre Geschichte zu sehr in die Länge gezogen, anderes dann dafür sehr kurz gehalten.

Der erste Satz: 'Du zeichnest, als ginge dein Leben davon ab.'

So einfach dieser Satz ist und einen schön in das Buch einfach führt, so schwierige wird der Schluss. Denn dieses kleine Buch wird Nachfolger haben. Es soll eine Fantasyreihe geben. Und der erste Teil hört mit einem unglaublichen Cliffhanger auf. Ich bin so gespannt auf den nächsten Teil!
Für mich ein tolles Buch, ein spannender Auftakt einer Reihe, eine super Geschichte!
Ich gebe gerne 4 Sterne und hoffe auf teilweise noch etwas mehr Tiefgang, vorallem bei den 'neuen' Charakteren.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Longtiantang - Noemis Ruf von Ava Blum

Ich durfte das die Kurzgeschichte Longtiantang, welche am 14.Juli veröffentlicht wurde, rezensieren und bin sehr begeistert! - Wieso? Nun ja, ich fand die Idee für die Geschichte und die Schreibweise, welche wundervolle Bilder in meinem Kopf wachsen liess, wirklich toll.
Klappentext:
"Nicht nur, dass Liam den Verlust seiner großen Liebe Noemi nicht verkraften kann, er fühlt sich auch für ihren Tod verantwortlich. Als seine Sehnsucht unerträglich wird, beginnt er sie zu malen - und kann seinen Augen kaum trauen, als Noemi aus dem Bild auf zauberhafte Weise zum Leben erwacht! Sie erzählt von der fernen Drachenwelt Longtiantang, in die sie nach ihrem Tod gelangt ist. Doch kaum hat Liam seine große Liebe wieder, taucht der mysteriöse Schlangenmensch Ngun auf und verlangt von Liam Unmögliches. Um Noemi nicht erneut zu verlieren, müssen Liam und sie in die exotische Welt Longtiantang reisen, wo ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt."

Der Einstieg ins Buch war echt gemein. Ich habe mich wohl gefühlt in den Geschichten, die Noemi erzählt hat, fand es toll, was mir da gezeigt wurde und dann... Soll dies alles nur eine Rückblickende sein?! Da war ich kurz sehr angespannt, wie es weiter geht. Und dann kam ja Noemi zurück. Und ab da überschlägt sich die Geschichte quasi. Es gab wunderschön beschriebene Orte und Landschaften, welche auch durch den jungen Schreibstil in meinen Gedanken sehr lebendig werden konnten. Es gab tolle Charaktere und abwechslungsreiche Informationen die dort, wo die Geschichte am Ende hinführte, absolut schlüssig waren.
Ich hätte mir dieses EBook natürlich auch sofort als Buch gewünscht, leider ist aber nicht sehr lang, es ist ja eine Kurzgeschichte.
Die Autorin Ava Blum hat so toll geschrieben, ich würde die Geschichte auch in doppelt und dreifach so lang gerne wieder lesen.
Für mich hatte es einige neue Elemente darin, die zusammenhängend und absolut logisch erschienen. Auch die fantastischen Elemente, sowie die Liebe und Zuneigung, kamen mir in diesem Buch nicht zu kurz.

Textauschnitt:
"Das Leben besteht nicht aus der Zeit, in der wir atmen", hatte Noemi ihm ins Ohr geflüstert, "sondern aus den Momenten, die uns den Atem rauben."

Longtiantang ist ein Buch mit einem schönen Namen, schönen Cover und einem tollen Klappentext. Auch der Inhalt hat mich absolut überzeugt, einzig und alleine schade fand ich, dass es teilweise sehr sehr schnell ging. Wohl auch aufgrund dessen, dass es eben eine Kurzgeschichte ist. Ich hätte noch viel länger in diesen Welten verweilen können.
Für mich ein absolut empfehlenswertes EBook mit mindestens 4,5 Sternen.
Danke, dass ich so eine schöne Geschichte lesen durfte.

Autorin: Ava Blum
Erscheinungstermin: 14. Juli 2017
Herausgeber: Ueberreuter Verlag
Seitenzahl: 106